VERGLEICHEN
NUMEZISADVISORY &
ENGINEERING
Inhalt
Direkte Antwort
Für ein Team, das mit Kundendaten arbeitet, ist ChatGPT Business der richtige Einstieg: ein verwalteter Teambereich, Inhalte standardmässig vom Training ausgeschlossen, ein Vertrag zur Datenbearbeitung. Enterprise lohnt sich, wenn Konten automatisch bereitgestellt, die Aufbewahrung oder der Speicherort gewählt oder der Vertrag verhandelt werden muss. Free und Plus sind persönliche Konten, nur für Tests ohne Unternehmensdaten.
Im Chatfenster sehen die ChatGPT-Angebote fast gleich aus. Sie unterscheiden sich in dem, was für ein Unternehmen zählt: wem die Konten gehören, was mit Ihren Daten geschieht, welcher Vertrag Sie schützt. Hier der Vergleich in diesen Punkten, unsere Empfehlung für ein Schweizer KMU und was Sie vor dem Kauf prüfen sollten.
Die vier Angebote auf einen Blick
| Free und Plus | Business | Enterprise | |
|---|---|---|---|
| Für wen | Eine Einzelperson, privat | Ein Team, in einem Unternehmensbereich | Eine Organisation mit hohen Anforderungen an Verwaltung oder Regelkonformität |
| Dienen Ihre Inhalte dem Training? | Standardmässig ja, jede Person kann es ausschalten | Standardmässig nein | Standardmässig nein |
| Verwaltung | Keine: Das Konto gehört der Person | Verwaltungskonsole, Mitglieder hinzufügen und entfernen, SSO | Zusätzlich: automatische Bereitstellung der Konten, feinere Rollen, Protokolle für Prüfungen |
| Vertrag | Bedingungen für Privatkunden | Geschäftsbedingungen und Vertrag zur Datenbearbeitung | Verhandelter Vertrag, Optionen zu Aufbewahrung und Speicherort |
| Preis | Kostenlos oder persönliches Abo | Öffentlicher Preis pro Nutzer und Monat | Auf Anfrage bei OpenAI |
Die Details ändern sich: Prüfen Sie sie im Moment des Entscheids auf der Preisseite von OpenAI und in den Zusagen zu Unternehmensdaten. Das Angebot Business hiess früher «Team».
Unsere Empfehlung für ein KMU
- Sobald das Team mit Kundendaten arbeitet: Business. Das ist das Minimum, damit die Konten dem Unternehmen gehören, ein Zugang am Tag eines Austritts entfernt werden kann und ein Vertrag zur Auftragsbearbeitung im Sinne des nDSG vorliegt.
- Enterprise, wenn mindestens eine dieser Anforderungen schriftlich besteht: automatische Bereitstellung aus Ihrem Verzeichnisdienst, vorgeschriebene Aufbewahrungsdauer, gewählter Speicherort, Prüfprotokoll auf Verlangen eines Kunden oder einer Aufsicht, verhandelter Vertrag. Das ist keine Frage der Grösse: Ein Treuhandbüro mit zwanzig Personen kann es brauchen, ein Unternehmen mit hundertfünfzig darauf verzichten.
- Free und Plus: für einen persönlichen Test, ohne Unternehmensdaten. Nutzen Mitarbeitende diese Konten bereits mit Kundendossiers, ist das der erste Punkt, den Sie regeln müssen.
Was kein Angebot für Sie erledigt
Ein professionelles Angebot gibt einen Rahmen vor; es entscheidet nicht, was ins Werkzeug gelangt. Drei Entscheide bleiben bei Ihnen:
- Die erlaubten Daten. Intern, Kunde, geschützt: Welche Kategorien dürfen hinein, für welche Anwendungen. Der Leitfaden zur Sicherheit gibt die Regel vor.
- Die Zugänge. Wer den Bereich verwaltet, wer ein Projekt teilen darf, wer ein externes Werkzeug anbinden darf (Mailsystem, Dateiablage).
- Das Gegenlesen. Was aus ChatGPT an einen Kunden geht, liest eine Person gegen, mindestens so lange, bis die Nutzung eingespielt ist.
Wie Sie testen, bevor Sie ausweiten
Nehmen Sie zwei Aufgaben, die jede Woche anfallen, und freigegebene oder anonymisierte Beispiele. Notieren Sie für jede Aufgabe den heutigen Zeitaufwand, was geteilt werden darf und wer das Ergebnis prüft. Testen Sie die Qualität der Antworten, aber auch die Zugänge: Eine Person muss ihre Arbeit erledigen können, ohne Dokumente zu sehen, die nicht für sie bestimmt sind.
Legen Sie vor dem Start ein Abbruchkriterium fest: zu viele Korrekturen, keine echte Nutzung oder keine Möglichkeit, die Datenregeln einzuhalten. Ein gelungener Test ist einer, der einen Entscheid erlaubt, auch wenn der Entscheid lautet, nicht weiterzumachen. Die Liste der Einstellungen, die beim Eröffnen des Bereichs zu prüfen sind, finden Sie in unserem Praxisfall ChatGPT.
Was die Einführung kostet
Die Lizenzen kaufen Sie in Ihrem Namen bei OpenAI. Die Wahl des Angebots, die Einrichtung des Bereichs mit Ihrer IT, die Nutzungsregeln und die Schulung des Teams gehören zur KI-Begleitung: zum Festpreis gemäss Offerte oder im Abonnement ab CHF 1'800 pro Monat für 10 Stunden, Mindestlaufzeit drei Monate. Wer mit einem halben Tag Praxis an den eigenen Aufgaben beginnen will: Der KI-Workshop kostet CHF 1'900 exkl. MWST.
Fragen
Müssen wir eine Einstellung aktivieren, damit unsere Daten nicht zum Training dienen?
Bei Business und Enterprise nicht: Der Ausschluss ist dort die Standardeinstellung. Bei Free und Plus kann jede Person das Training selbst ausschalten, aber das Unternehmen kann es weder vorschreiben noch überprüfen.
Reicht SSO, um den Bereich abzusichern?
Nein. SSO bündelt die Anmeldung, ersetzt aber weder die Zugriffsrechte auf Projekte noch das Entfernen von Konten beim Austritt einer Person noch die Regeln zu den Daten.
Ab wie vielen Mitarbeitenden braucht es Enterprise?
Es gibt keine Schwelle. Gehen Sie von Ihren Anforderungen aus (automatische Bereitstellung der Konten, Aufbewahrung, Prüfprotokoll, verhandelter Vertrag) und prüfen Sie diese im aktuellen Angebot.
Lieber Claude, Copilot oder Gemini statt ChatGPT?
Das entscheidet sich an Ihren Dokumenten und Programmen, nicht an der Marke. Die Analyse «ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot» nennt die Kriterien und einen Test über eine Woche.
Sind die Lizenzen in Ihren Leistungen enthalten?
Nein. Die Lizenzen kaufen Sie in Ihrem Namen beim Anbieter, zum öffentlichen Preis. Unsere Leistungen umfassen die Auswahl, die Einrichtung und die Schulung.
Diesen Entscheid besprechen
hello@numezis.com ↗